Einweg: Einmal nutzen, dann neu produzieren
Einwegverpackungen sind dafür konzipiert, nach einmaliger Nutzung recycelt oder entsorgt zu werden. Typische Beispiele im Getränkebereich sind:
- Einweg-Plastikflaschen
- Aluminium-Getränkedosen
- Einweg-Glasflaschen
- Einwegbecher
Das System funktioniert nach einem einfachen Prinzip:

Auch wenn Recycling wichtig ist, bleibt ein entscheidender Punkt bestehen: Für jede neue Verpackung müssen erneut Rohstoffe gewonnen, verarbeitet und transportiert werden. Dabei entstehen CO₂-Emissionen, sowohl bei der Materialherstellung als auch in der Produktion und Logistik.
Selbst recyceltes Material benötigt Energie für Sammlung, Sortierung, Aufbereitung und Neuproduktion. Das bedeutet: Auch im Recyclingkreislauf entsteht CO₂.
Mehrweg: Reinigen statt neu produzieren
Mehrwegverpackungen verfolgen einen anderen Ansatz. Statt nach einmaliger Nutzung entsorgt zu werden, werden sie gereinigt und erneut befüllt.
Typische Beispiele sind:
- Mehrwegflaschen
- wiederbefüllbare Getränkebehälter
- Edelstahl-Container/ KEGs
Ein hochwertiger Mehrwegcontainer kann hunderte Male im Einsatz sein, bevor er getauscht werden muss. Dadurch verteilt sich der initiale Energieaufwand für die Herstellung auf zahlreiche Nutzungszyklen.
Das System funktioniert so:

Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass keine neue Verpackung produziert werden muss. Die Behälter werden lediglich gereinigt und wiederverwendet. Das spart Material, Energie und langfristig CO₂.
Wo genau entsteht CO₂?
Um die tatsächliche Einsparung zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die gesamte Wertschöpfungskette. CO₂ entsteht im Getränkebereich vor allem durch:
- Rohstoffgewinnung (z. B. Kunststoff oder Aluminium)
- Produktionsprozesse
- Transport von Verpackungen
- Transport fertiger Getränke
- Entsorgung oder Recycling
Gerade bei Einwegverpackungen wiederholt sich dieser Prozess ständig. Jede Flasche, jede Dose muss neu hergestellt werden.
Bei Mehrwegsystemen hingegen fällt die Herstellung nur einmal an. Die anschließenden Zyklen bestehen hauptsächlich aus Reinigung und Wiederbefüllung. Der Energieaufwand pro Nutzung sinkt dadurch erheblich.
Kombination mit Postmix-Systemen
Noch deutlicher wird das Einsparpotenzial, wenn Mehrwegverpackungen mit Postmix-Systemen kombiniert werden. Postmix-Systeme funktionieren grundlegend anders:
- Es wird nur das Konzentrat (Sirup) zum Endverbraucher/ Betrieb geliefert
- Das Wasser wird direkt vor Ort über die Schankanlage zugegeben
- Verpackungs- und Transportvolumen reduzieren sich erheblich
Wenn Mehrwegcontainer aus Edelstahl für Sirup verwendet werden, entsteht eine besonders effiziente Lösung: In den meisten Anwendungsfällen können die CO₂-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Getränkelösungen wie Flaschen oder Dosen um bis zu 90 % reduziert werden.
Nachhaltigkeit als Wettbewerbsfaktor
Nachhaltigkeit wird zunehmend zum Entscheidungskriterium, sowohl bei Gästen als auch bei Geschäftspartnern. Unternehmen, die auf Mehrwegsysteme setzen, positionieren sich verantwortungsbewusst und zukunftsorientiert. Insbesondere in Ausschreibungen oder Kooperationen kann ein nachhaltiges Getränkekonzept ein klarer Wettbewerbsvorteil sein.
Mehrweg reduziert CO₂ durch Wiederverwendung
Der Unterschied zwischen Einweg und Mehrweg liegt nicht nur in der Verpackungsart, sondern in der gesamten Systemlogik. Während Einweg kontinuierlich neue Ressourcen benötigt, basiert Mehrweg auf Wiederverwendung.
Durch die mehrfache Nutzung einer Verpackung wird weniger Material produziert und genau das spart CO₂. In Kombination mit Postmix-Systemen entsteht eine besonders effiziente und ressourcenschonende Lösung für Gastronomie, Hotellerie, Automatenbetreiber oder Gemeinschaftsverpflegung. Mehrweg spart CO₂, weil Verpackungen mehrfach genutzt werden, statt immer wieder neu produziert zu werden.